Erich Markert
Meisterurkunde von A. Rammelt 1910
Lina Rammelt
Albert Rammelt
Manfred Markert

Bäckermeister – eine Buttstädter Familientradition

Begründet wurde unsere über 100-jährige Backtradition von dem Buttstädter Albert Rammelt.Er begann 1898 bei Bäckermeister Albert Hallbauer in Weimar seine Bäckerlehre,am 1.April 1901 schloss er mit dem Prädikat "gut"ab.Danach arbeitete er in der Bäckerei am Theater in Weimar.In dieser Zeit lernte er seine Ehefrau Lina geb.Hessland kennen.Nach der Hochzeit übernahm Albert Rammelt mehrere Pachtbäckereien in Buttstädt.Seine beiden Söhne Erich und Hermann erlernten ebenfalls das Bäckerhandwerk.

Erste Buttstädter Dampfbäckerei

1918 investierte Albert Rammelt im damaligen Neubaugebiet in der Gabelsbergerstraße in eine komplett neue Bäckerei-die "Erste Buttstädter Dampfbäckerei".Für die damalige Zeit das Modernste was es gab.

Später wurde diese um ein Kaffehaus mit großem Saal erweitert.Eigentlich sollte Sohn Hermann das Geschäft übernehmen,doch er fiel im 2.Weltkrieg.

So ging das Bäckereigeschäft an Erich Markert,den Ehemann der ältesten Tochter Anneliese.Der ausgebildete Gutsverwalter kam 1946 aus der Kriegsgefangenschaft nach Buttstädt zurück und wurde Bäcker.1951 legte Erich Markert seine Meisterprüfung in Weimar ab und übernahm die elterliche Bäckerei als Pachtbetrieb.Die Söhne Manfred und Jochen erlernten ebenfalls das Bäckerhandwerk.Manfred legte 1957 und Jochen 1967 die Bäckermeisterprüfung in Weimar ab.

Jochen fuhr ab 1966 als Kochsmaat/Bäcker später als 1.Koch zur See bei der Deutschen Seereederei Rostock.Nach der Seefahrt und Armeezeit arbeitete Jochen in mehreren Bäckereien sowie in der Thüringer Konservenfabrik Buttstädt.In dieser Zeit schloss er auch ein Studium zum Ingenieur für Lebensmittelindustrie ab.1980 wurde Jochen Markert Vorsitzender der PGH des Bäckerhandwerks Sömmerda.Zu den über den gesamten Landkreis Sömmerda verteilten Betriebsteilen,gehörte auch die frühere Familienbäckerei in Buttstädt.

Dieser Betrieb entwickelte sich unter seiner Leitung zum Hauptversorgungsträger für Backwaren im Kreis Sömmerda.Die Produktion verdoppelte sich von 5,0 Mio.Mark auf 10 Mio.Mark.Auch die Zahl der PGH-Mitglieder wuchs von 130 im Jahr 1980 auf 185 im Jahr 1991.

Nach der Wende gründete Jochen Markert gemeinsam mit einem Mitgesellschafter die Buttstädter Vollkornbäckerei GmbH, die aus dem Betriebsteil Buttstädt der PGH hervorging.Von 2003 bis 2012 führte Jochen Markert als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer die Buttstädter Vollkornbäckerei GmbH.Trotz bewegter Zeiten hat Jochen Markert ein  Geschäft aufgebaut mit einer soliden Basis von 34 Mitarbeitern , Verkaufsstellen, Bäckermobilen und Cafe.

2002 kaufte Marita Markert, die Ehefrau von Jochen, das einzige gut erhaltene Altdeutsche Backhaus, in der Umgebung, in Burgwenden.Seit dem 7.März 2003 wird hier jeden Donnerstag orginales Holzofenbrot im Altdeutschen Ofen gebacken.

In vierter Generation

Ab 1.Mai 2012 übergab Jochen Markert die Geschäftsführung an seine Tochter,Bäckermeisterin und Konditorin Celestina Brandt, geb.Markert.Sie führt die Handwerkstradition fort, kennt sie doch den Betrieb von Kindesbeinen an.Nach ihrem Schulabschluss lernte Celestina in der Buttstädter Vollkornbäckerei den Beruf der Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk.Gleich im Anschluss -von 1996 bis 1998-absolvierte sie die Bäckerlehre und danach, von 1998 bis 2000 eine Konditorlehre.Die Bäckermeisterprüfung legte sie im Jahr 1999 mit "gut" ab.Bis zum heutigen Tag bildet sich Bäckermeisterin Celestina Brandt regelmäßig in Seminaren und Lehrgängen fort.Celestina Brandt sitzt außerdem im Prüfungsausschuß der Handwerkskammer für Fachverkäuferinnen und Bäckermeister.

Celestina und Jochen Markert mit Ehefrau
Buttstädt, Gabelsbergerstr. 10
links unten Jochen Markert
Meister Rammelt in der Backstube
Lina Rammelt im Bäckerladen